TCM-Projekt: „Learning by doing in der eigenen Praxis” 08.06.09

TCM-Projekt: „Learning by doing in der eigenen Praxis” Als erstmals in der Dentista über meine TCM-Arbeit berichtet wurde, erhielt ich eine Anfrage aus Erfurt. Da mehr...

TCM-Projekt: „Learning by doing in der eigenen Praxis”

Als erstmals in der Dentista über meine TCM-Arbeit berichtet wurde, erhielt ich eine Anfrage aus Erfurt. Da Thüringen meine Wahlheimat ist, habe ich gerne zugesagt, zu einem Informationsgespräch dorthin zu fahren.

Es ist eine Praxis mit drei Zahnärztinnen und sechs Mitarbeiterinnen, die sich alle für die Einführung  alternativer Therapien interessieren.

Schnell waren wir uns einig, ein Pilotprojekt zu starten.  Die Teilnehmerinnen erhielten am ersten Tag – begleitet von meiner reich bebilderten Skripte: „Sigrids 12-Punkte-Programm“ – eine Einführung in die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Eine Kollegin aus Hamburg war noch dazu gekommen. In kleinen Gruppen ist es gut möglich, auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse einzugehen.     

Am folgenden Tag begann die praktische Arbeit der Mundakupunktur nach Dr. Jochen Gleditsch.. Vorsorglich sei gesagt, dass dabei keine Nadeln sondern feine Injektionen in der Mundhöhle gesetzt werden, was für ZahnärztInnen kein Problem ist.  

Wir behandelten eine Reihe von Patientinnen dieser Praxis mit unterschiedlichsten Beschwerden: chirurgische Nachbehandlungen, pulpitische Reizungen, Lymphabflussstau, Kiefergelenksprobleme, Kopfschmerzen, Schulter- und Nackenverspannungen, Allergien und Ängste. Da Helferinnen keinerlei Akupunktur durchführen dürfen, weise ich sie in die sanfte Massagetechnik TUINA ein, die besonders  bei Ängstlichen, Verspannten und Kindern wunderbar wirkt.  

Nach der Fülle der neuen Informationen verdaute das Praxisteam allmählich das Gelernte, und die Zahnärztinnen begannen vorsichtig, eigene Erfahrungen zu sammeln.  

Es ist  positiv, dass die Helferinnen das Theoretische und Praktische verstehen und damit die Arbeit der Behandlerin optimal unterstützen. Sie können  die oft  zeitaufwändige Unterweisung der Patienten übernehmen  und müssen nicht ahnungslos das „Neue“, das die Chefin von einem auswärtigen  Seminar mitgebracht hat, erleben.

Im Februar setzten wir unsere Arbeit fort. Es hatten sich viele Fragen ergeben und als neues Thema übten wir Punkte der Körperakupunktur, die standardmäßig bei zahnärztlichen Indikationen eingesetzt werden können. Es gibt noch viele weitere Thearapieformen, die wir vermitteln werden. Ein wichtiges Spezialgebiet ist die Ohrakupunktur, die mit Stör-felddiagnostik und Materialtestungen kombiniert wird. Dafür  bietet Frau Dr. Stefanie Schleußner als  kompetente Dozentin unseres „Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin und Moderne Zahnheilkunde“ in Fergitz bei Prenzlau oder  in ihrer Praxis in Berlin eigene Kursreihen  an.

Meine  Absicht ist es, nach diesem sehr erfreulichen Start das Projekt weiteren Kolleginnen anzubieten, wobei ich bereit bin, in alle Winkel Deutschlands zu reisen! Es könnte sinnvoll sein, dass sich mehrere  Kolleginnen einer Region zusammentun und das Seminar dann  in der räumlich größten Praxis stattfindet.  Oben finden Sie ein erstes Angebot.  

Faxanmeldung